Anlage von Streuobstwiesen


Historie

Streuobstwiesen und auch Obstalleen sind seit Jahrhunderten bedeutende Teile der Kulturlandschaft. So war dieses Landschaftsbild früher auch im heutigen Bornheimer Stadtgebiet und vor Allem auf dem Vorgebirgshang anzutreffen. Einige Bornheimer können sich noch gut an die damaligen beeindruckenden Bilder der Obstbaumblüte oder an die Erzählungen der Eltern/Großeltern erinnern.

In den 50er- und 60er-Jahren ging die Bedeutung des „Nebenerwerbsobstanbaus“ zu Ende. Die Spezialisierung der Betrieb in allen Bereichen entstand. Für den Apfelanbau bedeutete das beispielsweise, dass die EU Standards festgelegt hat. Wichtig waren fortan u.a. ein gleichmäßiges Erscheinungsbild der Äpfel sowie gute Lager- und Transportfähigkeiten. Die Sortenvielfalt ging zurück. Es wurden sogar Rodungsprämien für Obstbäume bezahlt. Die Ausweisung von neuen Baugebieten und der zusätzliche Straßenausbau trugen ebenfalls zur Abholzung der alten Obstbäume bei.

Heute wird die Sorten- und Artenvielfalt sowie die Bedeutung des Landschaftsbildes wieder mehr geschätzt.

Eine Streuobstwiese bezeichnet die traditionelle Form des „Obstanbaus in Streulage“. Es handelt sich idealerweise um hochstämmige Bäume unterschiedlichen Alters und Größe. Die Auswahl der Bäume sollte sich an robusten Arten und Sorten sowie an regionalen Gegebenheiten orientieren. Es wird aber nicht nur das Obergeschoss für die Früchte genutzt, sondern auch das Erdgeschoss als artenreiche Wiese für Insekten und für die Heugewinnung  oder als Weidefläche. Traditionell wird auf den Einsatz chemischer Mittel verzichtet. Mit zunehmendem Alter der Streuobstwiese wächst die ökologische Bedeutung enorm.

Interessiert an Unterstützung bei der Anlage von Streuobstwiesen? Unser Angebot

Wenn Sie über ein geeignetes Grundstück verfügen und eine Streuobstwiese anlegen möchten unterstützt Sie der Arbeitskreis Stadtbild der Stadt Bornheim gerne. Wir beraten Sie bei der Auswahl der Bäume und übernehmen die Pflanzung für Sie. Das gilt auch für das Anlegen einer Wildhecke im Bereich der Streuobstwiesen. Die Stadt Bornheim stellt die Bäume und Heckenpflanzen bereit. Die Finanzierung erfolgt über Ausgleichsmittel. Voraussetzung ist allerdings, dass Sie dieses Vorhaben nachhaltig angehen und eine entsprechende Vereinbarung mit der Stadt Bornheim abschließen.

Kontaktieren Sie gerne das Grün- und Umweltflächenamt der Stadt Bornheim oder auch den Arbeitskreis Stadtbild (Kontakt) für weitere Informationen.


Der Arbeitskreis unterstützt auch das Gemeinschaftsprojekt „Obstblütenlandschaft Botzdorf-Hennesenberg“. Dieses Projekt zielt darauf Naturschutz zu vereinen mit der Wiederherstellung und Sicherung einer naturnahen Kulturlandschaft unter Berücksichtigung von Naherholung. Es wurde 2015 und 2017 als offizielles Projekt der “UN-Dekade Biologische Vielfalt” ausgezeichnet. Die deutsche UN-Dekade Biologische Vielfalt wird im Auftrag und in enger Zusammenarbeit mit dem  Bundesumweltministerium (BMUB) und dem Bundesamt für Naturschutz (BfN)  von der Geschäftsstelle der UN-Dekade umgesetzt.